Der Ortsfremde denkt sofort an die bekannten Höckerschwäne, wenn er einen ganzen Haufen weißer Vögel auf den Feldern Schwansens oder Angelns rasten sieht. Teilweise ist es auch so, aber zumeist handelt es sich um eine Ansammlung von Singschwänen. Sie sind etwas kleiner als ihre Artgenossen, ihr Hals ist weniger geschwungen und ihre Schnabelbasis ist anders als der rötliche Ton beim Höckerschwan deutlich gelb. Ihre Flügelspannweite schafft es auf bis zu zwei Meter. Die Jungen sind grauweiß. Singschwäne ernähren sich überwiegend von Wasserpflanzen. Auf den Feldern interessieren sie sich für Rapsanbauflächen oder bei der Ernte liegen gebliebene Maiskolben. Ab März fliegen sie in ihre Brutgebiete, die meist auf Höhe der sibirischen Taiga liegen. Das Weibchen legt 5-6 Eier. Ab Oktober sind sie dann wieder in unserer Region anzutreffen, um hier zu überwintern. Singschwäne gelten als die Namensgeber der Halbinsel Schwansen.

Aufgrund der hohen Anzahl an Individuen, steht die Population im europäischen Rang. Nur zu gern wird diese Tatsache bei bestimmten Vorhaben verdrängt. Einige Landwirte wollen darauf verzichten Raps anzubauen und legen mehr und mehr Wasserstellen trocken. Hierbei hoffen sie darauf, dass die Singschwäne die Flächen meiden. Schaden richten die Schwäne lt. anerkannter Studien wenn nur sehr geringen an.

2 Paare blieben im Frühjahr 2016 wieder in der Region. Ein Brutnachweis konnte allerdings bislang nicht bestätigt werden.

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