Am 16. September wendet sich der Verein erneut an die UNB in Rendsburg, um Klarheit √ľber den Umgang mit mehreren Anzeigen gegen Windparkbetreiber in der Gemeinde Loose / Halbinsel Schwansen zu erlangen, da nach Beobachtungen aus der Bev√∂lkerung regelm√§√üig weiter gegen die Auflagen der Genehmigung versto√üen wird.

Hier der Brief an die UNB:

Zun√§chst w√ľrde ich gern erfahren, was aus der Anzeige bez√ľglich der Sperrung eines Feldweges zur WEA 5 in Loose geworden ist? Der Feldweg wurde teilversiegelt und mit einem Gatter samt Schloss gesperrt. Es war uns nicht weiter m√∂glich, beispielsweise die Uferschwalben in der alten Kiesgrube weiter zu dokumentieren. Zur Naherholung kann der Weg nicht mehr genutzt werden.

 

Des Weiteren hat unsere Anzeige bez√ľglich der Missachtung der Genehmigungsauflagen f√ľr die WEA 2-5 offensichtlich keine Wirkung gezeigt. Auch nach unserer Anzeige wurden die Windkraftanlagen bei den beschriebenen Witterungsbedingungen an mehreren Abenden und N√§chten nicht abgeschaltet.

 

Bei uns ist der Eindruck entstanden, dass nach den desastr√∂sen Umst√§nden um den Bau des Windparks in Loose, welcher mittlerweile deutschlandweit traurigen Bekanntheitsgrad erreicht hat, die Beh√∂rden weiterhin an der Nase herumgef√ľhrt werden.

 

Wie k√∂nnen wir und die interessierte √Ėffentlichkeit erfahren, welche Beh√∂rde zu allen beschriebenen und angezeigten F√§llen aktiv wurde und welche Strafen in den Einzelf√§llen gegen die Betreiber verh√§ngt wurden?

 

Die Auflagen f√ľr den Fledermausschutz gelten bis zum 30. September. Besteht bei den zust√§ndigen Beh√∂rden ein Personalmangel und f√ľhlt man sich nicht in der Lage, die selbst niedergeschriebenen Genehmigungsauflagen zu kontrollieren?

 

Wenn dies bereits bei 4 neuen Windkraftanlagen der Fall sein sollte, wie wird man bei den bisherigen Zielen der Landesregierung, jährlich hunderte weitere Anlagen on- und offshore in Schleswig-Holstein zu errichten, gewährleisten können, dass die Auflagen dieser vielen Industrieanlagen kontrolliert bzw. eingehalten werden?

 

Immer wieder betonen Herr Albig und Herr Habeck, dass man sich von Seiten der Genehmigungsbeh√∂rde stets nach geltenden Bestimmungen und technischen Anweisungen bei den Genehmigungen halten w√ľrde. Dies ist erst einmal glaubhaft, nur sieht die Umsetzung nach Genehmigung scheinbar v√∂llig anders aus.

 

Welche Mittel stehen uns als Verein sowie Privatpersonen zu, nun noch Einfluss darauf zu nehmen, dass der Artenschutz in Loose nicht weiter mit F√ľ√üen getreten wird?

 

Sollte Ihre Beh√∂rde f√ľr diese Belange und unsere Fragen nicht zust√§ndig sein, so bitte ich Sie, diese an die zust√§ndigen Personen bei den zust√§ndigen Beh√∂rden weiter zu reichen.

 

Wir erwarten umgehend das Einschreiten der zuständigen Behörde. Vermutlich sind bereits etliche seltene Fledermäuse durch die Missachtung der Auflagen getötet worden.

 

Ich werde mir erlauben, diesen Brief an die Mitglieder unseres Vereins, weitere Interessierte sowie die Presse weiter zu leiten.

 

Mit freundlichen Gr√ľ√üen

 

Frank Dreves

Vorsitzender