– Ihr Vortrag dauerte etwa eine Stunde. Im Auftrag der Gemeinde Rieseby hatte die Biologin Natascha G√§decke Gro√üv√∂gel und Flederm√§use im Zuge der Windkraftplanung f√ľr Saxtorf kartiert und stellte ihre Arbeit nun im Umweltausschuss am Donnerstag in der Sporthalle vor. Das Ergebnis in Bezug auf Vogelarten wie Seeadler, Rotmilan und Rohrweihe kam nicht √ľberraschend: Zum Teil w√ľrde die Errichtung von Gro√üwindanlagen einen Versto√ü gegen das T√∂tungsverbot darstellen. Die Gef√§hrdung dieser Arten wird als hoch eingestuft. Das wei√ü die Gemeinde Rieseby nun. Insbesondere f√ľr das Seeadlerrevierpaar im Kollholz w√§re das T√∂tungsrisiko signifikant, da der Horst in einem Abstand von etwa 700m zum Eignungsgebiet und damit deutlich im 3km-Schutzbereich liegt. Die zahlreichen √úberfl√ľge der V√∂gel im Beobachtungszeitraum √ľber die Windvorrangfl√§che sind ein deutlicher Beleg daf√ľr, dass Windkraft an diesem Standort mit dem Artenschutz kollidieren w√ľrde. Selbst √ľberrascht zeigte Natascha G√§decke sich von dem hohen Fledermausvorkommen. Ihre Aufzeichnungen zeigen auch hier, dass Windkraft in Saxtorf keinen Platz haben darf.

Die Frage der W√§hlergemeinschaft Rieseby (WGR), ob es aus ihrer Sicht sinnvoll w√§re, f√ľr die n√§chsten 5 Jahre das Kollholz gesperrt zu lassen und einen Eingriff in den Umgebungsbereich – durch etwa einen Windpark – f√ľr 5 Jahre grunds√§tzlich auszusetzen, beantwortete sie mit JA.