Seeadlerverein kümmert sich um verletzte und geschwächte Greif- und Großvögel

Der Seeadlerschutz Schlei e.V. erhält aktuell nahezu täglich Anrufe von Bürgern, die sich um geschwächte oder verletzte Vögel sorgen. Aufgrund der anhaltenden Minusgrade ist der Boden gefroren und auch die Schlei friert Stück für Stück zu. Die Schneedecke auf den Feldern erschwert es den Singschwänen, welche in der Schleiregion überwintern, an ihre Nahrung zu gelangen, Mäusebussarde finden keine Regenwürmer. Geschwächte oder verletzte Greifvögel wie Mäusebussarde, Rotmilane oder Seeadler nehmen wir mit unserem Norfallteam auf und überführen sie fast immer in das Artenschutzzentrum in Klein-Offenseeth Sparrieshoop bei Elmshorn. Familie Erdmann und ihr Team sind Profis im Umgang mit Greifvögeln und verfügen über entsprechenden Platz in Volieren auf ihrem Gelände. In der Regel schaffen wir es, in der Schleiregion binnen einer Stunde beim „Patienten“ einzutreffen. Unser Team ist für die Aufnahme der Tiere ausgebildet. Wichtig ist, dass die Vögel möglichst schnell ruhiggestellt werden – sie haben in der Gegenwart von Menschen Todesangst.

Das Wetter fordert auch unter den Wasservögeln seinen Tribut. Seeadler sind auf Aas spezialisiert, so das verendete Gänse und Enten schnell in der Nahrungskette Verwendung finden. Einige junge Singschwäne verenden ebenfalls in härteren Wintern bei uns.

Wer geschwächte Greifvögel entdeckt, die augenscheinlich Hilfe benötigen, darf sich gern bei uns melden. Wichtig ist die möglichst genaue Beschreibung des Fundortes.

Mobil: 0160-48 48 926 oder Tel. 04355 – 999 890

Für verletzte Kleinvögel sind die bekannten Wildtierhilfen wie beispielsweise in Weidefeld zuständig.